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Grüne Weihnachten 2019? Weiterhin kein Winter in Sicht!

(Veröffentlicht am 13.12.2019 • Geschätzte Lesedauer: 3-9 Minuten)

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Temperaturverlauf der dritten Adventswoche in Holzhau, 2019

Vor zwei Wochen haben wir uns damit beschäftigt, ob es der von den Medien angekündigte "Wintereinbruch" tatsächlich bis nach Holzhau schaffen wird. Unsere Prognose traf ziemlich genau ins Schwarze. Seit Monatsanfang war vom Winter weit und breit nichts zu sehen. Nach den Minusgraden vom letzten Wochenende kamen erst mal ein paar Tage, an denen durchweg Plusgrade herrschten.

Am Donnerstag war es wieder etwas kälter und gegen 6:30 Uhr begann es kurz zu schneien. Es schneite bis in die tiefer gelegenen Ortslagen. Selbst im Ortsteil Clausnitz lag Schnee. Doch nach einer halben Stunde war es mit den Winterfreuden schon wieder vorbei. Es hörte auf zu schneien und der eine, frisch gefallene Zentimeter Schnee verschwand im Laufe des Tages wieder.

Schauen wir auf die Wettermodelle mit den Prognosen für die nächsten zehn Tage.

Die Wetterdienste sind sich weltweit einig. Spätestens am Sonntag wird ein Warmlufteinbruch nach Holzhau kommen. Der Wetterwechsel wird gravierend. Es wird bis Sonntag windig, teilweise böig. Schnee, Regen und Schneeregen werden die Begleiter sein.

Mit dem Warmlufteinbruch kommen in der Woche zum 4. Advent Temperaturen bis knapp 10 °C. Nachts wird es frostfrei bleiben.

Der Deutsche Wetterdienst DWD ist zur Zeit der einzige Anbieter, der am 23.12.2019 erstmals wieder mit leichtem Frost rechnet. Alle anderen Wetterdienste gehen davon aus, dass es in Holzhau bis Weihnachten frostfrei bleiben wird.

Der Luftdruck wird nach dem 3. Adventswochenende kontinuierlich ansteigen und am 20. Dezember seinen vorläufigen Höhepunkt erreichen. 

Niederschläge gibt es hauptsächlich am kommenden Wochenende (3. Advent). Zusammen mit den leichten Minusgraden könnten bis zum 3. Adventssonntag (in Summe) sogar 10 Zentimeter Schnee zusammenkommen. 

Mit der Ankunft des dramatischen Wetterwechsels enden die Niederschläge am Sonntag Nachmittag. Die einströmende Warmluft bringt bis Weihnachten kaum Niederschlag mit. Lediglich zwei Wetterdienste rechnen vom 3. Advent bis Weihnachten mit geringsten Niederschlagsmengen.

Für das erste und zweite Adventswochenende hatten wir Wind mit Böen von 70-100 km/h vorhergesagt. Der dritte Advent wird ebenso windig, wobei die Böen von 60 bis 85 km/h erreichen werden. Die Zeit bis Weihnachten wird durchgehend windig. Mit Windstille ist nicht zu rechnen, eine durchschnittliche Windgeschwindigkeit von 20-25km/h ist zu erwarten.

Für Sonnenanbeter ist die Zeit vor Weihnachten immer schwierig. Es sind jene Tage, an denen es am kürzesten hell ist. Hinzu kommt, dass die nächsten Tage trotz nachlassender Niederschläge durchgehend bewölkt sein werden. Es wird also tagsüber nicht richtig hell und nachmittags noch schneller dunkel.

Aufgrund der aktuellen Vorhersagen entfallen alle Kommentare zum Thema "Wintersport". Schauen wir statt dessen in die Geschichte.

 "Weihnachten ohne Schnee" ist im Erzgebirge -wenn man es über einen langen Zeitraum betrachtet- keine Ungewöhnlichkeit. Im Jahr 2018 rettete ein Schneeschauer am 24.12. das Weihnachtsgefühl. 2017 lagen am Weihnachtstage nur ein paar Schneereste in der Landschaft herum. 2016 gab es ein wenig Schnee, aber keine geschlossene Schneedecke. 2013, 2014 und 2015 war es sonnig und komplett schneefrei.

2012 begann es am 28. November zu schneien. Im vorweihnachtlichen Dezember 2012 lag durchgehend reichlich Schnee, aber ab dem 16.12. taute es. Am Weihnachtstag schüttete es in Strömen, das Wasser lief die Straßen entlang. Der Schnee wurde so schwer, dass sich die Bäume bogen. Die Kronen der Birken hingen knapp über dem Boden. Der Schnee schmolz über die Weihnachtsfeiertage nahezu ab und ging als kleines Hochwasser zu Tal. Die holzhau.de - Redaktion hat  Videoaufnahmen von einer nachweihnachtlichen Klettertour in der "Wilden Hölle". Das Schmelzwasser kam in kleinen Wasserfällen die Felsen herunter, die Bäume lagen kreuz und quer und machten die Wege fast unpassierbar. (Siehe unten verlinktes Video).

Weihnachten 2011 war weiß.

Weihnachten 2010 gab es so viel Schnee, dass der Bahnverkehr zusammenbrach - Vor allem im Flachland. Ich erinnere mich persönlich, dass man in der Vorweihnachtszeit 2010 vom Erzgebirge aus problemlos mit der Bahn durch den hohen Schnee kam, bis man Heidenau im Elbtal erreichte. Aus unbegreiflichen Gründen ging zwischen Dresden, Heidenau und Pirna "fast nichts mehr". Im Dezember 2010 war es aber auch nach langer Zeit mal wieder notwendig, das Erzgebirge mit schwerster Technik aus der ehemaligen Sowjetunion vom Schnee zu beräumen. (Vom Einsatz der "Russenfräse" haben wir leider kein Video)

Die Schneepracht ging Mitte Januar 2011 als riesiges Hochwasser zu Tal (Siehe unten verlinktes Video aus Pirna).

Weihnachten 2009 gab es "etwas" Schnee. 2008 waren die Wiesen grün, es gab nur an den Rändern Restschnee. Weihnachten 2007 feierten wir bei einer knapp geschlossenen Schneedecke. Und auch zu Weihnachten 2006 musste der Weihnachtsmann seinen Schlitten mangels Schnee zu Hause lassen.

Abschließend noch ein Blick in die umfangreichen Wetteraufzeichnungen, die uns die bereits verstorbenen Holzhauer hinterlassen haben.

Martin Wagner aus dem Holzhauer Oberdorf hat im Dezember 1954 aufgeschrieben: "Am Donnerstag vor Weihnachten gab es schwere Schneestürme. Am 2.Weihnachtsfeiertag fing es an zu regnen und es gab Hochwasser". Das entspräche ungefähr der Wettersituation von Weihnachten 2012.

Und noch ein interessanter Fakt zum Thema "Weihnachten im Erzgebirge": Zu Heiligabend, am 24.12.1869, soll die sächsische Königin Carola ihren königlichen Gatten mit den Bauplänen für das Jagdschloss Rehefeld überrascht haben. Schaut man sich das Gebäude heute an, ist höchst ärgerlich, was aus dem ehemaligen Weihnachtsgeschenk geworden ist. Schließlich haben es die Sachsen mit ihren Steuern und Abgaben bezahlt...

Wir wünschen unseren Lesern trotz des unromantischen Wetters eine schöne Vorweihnachtszeit.

 


Informationen zu diesem Artikel:

Erstellt: 13.12.2019
Aktuell: 03.03.2020
Seitenaufrufe: 817
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