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Aus unserer Chronik: Holzhauer Bauern haben im Februar 1809 mit der Feldarbeit begonnen

(Veröffentlicht am 14.02.2020 • Geschätzte Lesedauer: 2-4 Minuten)

Im Winter 1808 / 1809 gab es in ganz Sachsen einen außergewöhnlich milden und warmen Februar. Die Bauern fingen schon in diesem Monat an, die Felder zu bearbeiten und auszusäen. Wie aus den historischen Aufzeichnungen hervorgeht, war die Ernte trotzdem sehr schlecht. Welche Wetterereignisse im Jahresverlauf zu einer miserablen Ernte geführt haben, ist leider nicht überliefert.

Bekannt ist aber: Sieben Jahre später, exakt im Jahr 1816, gab es das "Jahr ohne Sommer".  In Deutschland wird dieses Jahr als "Elendsjahr" bezeichnet. In 1816 gab es weltweit sehr merkwürdige Wetterphänomene, die mangels globaler Kommunikation erst wesentlich später aufgeklärt werden konnten.

In Europa war das Jahr 1816 ein sehr kaltes Jahr, geprägt von vielen Schneefällen (auch im Sommer), Hochwasser, Überschwemmungen. Die schlechte Ernte war eine Folge der schnellen klimatischen Veränderung.

Erst hundert Jahre später fanden Wissenschaftler heraus, dass im April 1815 der Vulkan Tambora ausgebrochen war. Im fernen Indonesien schleuderte er so viel Asche und Feinstaub in die Atmosphäre, dass sich die Intensität der Sonneneinstrahlung auf der ganzen Erde verringerte.

Wir alle kennen die farbenprächtigen Sonnenuntergänge auf den Gemälden aus der Biedermeierzeit. Bisher hielt man sie für übertrieben romantisch. Möglicherweise ist das ein Irrtum. Sonnenuntergänge sind umso intensiver, je mehr Staub, Aerosole und Rußpartikel in der Luft enthalten sind. Daher vertreten einige Experten die Ansicht, dass die Sonnenuntergänge vor 200 Jahren wirklich so erlebt werden konnten wie sie auf den Bildern dargestellt sind.

Im Gedenken an die Hungersnot nach 1816 wurden in einigen Gegenden Deutschlands Gedenkmünzen namens "Hungertaler" geprägt. 

Die Wikipedia (unten verlinkt) schreibt "Vergleichbare Ereignisse gab es in Mitteleuropa etwa 535/536, 1258, 1529, 1588, 1601, 1618, 1628, 1675 und 1813."

Ein Zusammenhang zwischen dem kalten Mai 2010, dem kalten Juni 2010 und dem Ausbruch des isländischen Eyjafjallajökull im März 2010 ist bisher nicht wissenschaftlich bewiesen.

Weitere Artikel und ein Video der ARD zum Vulkanausbruch des Tambora 1815 sind unten verlinkt.


 

 

Informationen zu diesem Artikel:

Erstellt: 14.02.2020
Aktuell: 14.02.2020
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