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Kamera-Drohnenflüge über Holzhau - Ist das überhaupt noch möglich?

(Veröffentlicht am 15.07.2020 • Geschätzte Lesedauer: 2-6 Minuten)

Kameradrohnen erfreuen sich seit etwa 10 Jahren wachsender Beliebtheit. Sie ermöglichen Landschafts- und Gebäudeaufnahmen aus Perspektiven, die bisher nur (teuren) Luftbildfotografen vorbehalten waren. Die Zeiten, in denen Hobbypiloten von Haus zu Haus zogen und den Grundstückseigentümern nicht ganz preiswerte Luftbilder ihrer Häuser anboten, schienen erst einmal vorbei zu sein.

Wer eine Aufnahme seines Ferienhauses oder Hotels aus der Vogelperspektive brauchte, konnte sich für vergleichsweise wenig Geld eine Kameradrohne kaufen und sie so lange über´s Haus kreisen lassen, bis das gewünschte Bild oder Video aufgenommen war.

Aber auch bei den Drohnenpiloten gibt es schwarze Schafe. Da wurde eben nicht nur das eigene Grundstück gefilmt. So mancher Drohnenpilot "aus der großen Stadt" glaubte, draußen auf dem Land könne man tun und lassen, was man wolle. Nachdem sich dieses Fehlverhalten zu einem deutschlandweiten Phänomen entwickelte, wurden die Luftverkehrsordnung und die Luftverkehrszulassungsverordnung geändert bzw. neu verfasst. 

Am 7.4.2017 sind die neue LuftVZO und die LuftVO in Kraft getreten. Darin gibt es drastische Einschnitte für Drohnenpiloten:

  • Das Fliegen bei Nacht ist generell verboten
  • Fliegen per Videobrille oder Monitor ist nur noch bis zu einer Flughöhe von 30 Metern gestattet. Dabei darf die Drohne maximal 250 Gramm schwer sein oder eine zweite Person, ein "Luftraumbeobachter ohne Videobrille" muss anwesend sein.
  • Beim Fliegen mit Videobrille über einer Höhe von 30 Metern muss der "Luftraumbeobachter" (Ohne Videobrille) die Möglichkeit haben, sofort in das Fluggeschehen eingreifen zu können.
  • Das Fliegen über Menschenansammlungen und Veranstaltungen ist generell verboten.
  • Die Drohne muss einen seitlichen Abstand von 100 Metern zu Menschengruppen, Veranstaltungen, Menschenansammlungen einhalten.
  • Der Überflug von Naturschutzgebieten, FFH- und Vogelschutzgebieten ist verboten. Da Holzhau von Natura-2000 (FFH)- Schutzzonen umgeben ist und sich die geschützten Flächen bis in die Ortsmitte hineinziehen, wird spätestens an dieser Stelle klar: In Holzhau ist der Drohnenflug seit 2017 tabu. Bitterbachtal, Gründel, das Skilift-Areal und alle umliegenden Waldgebiete haben den FFH-Status.
  • Das bedeutet auch: Der Grundstückseigentümer darf auf seinem eigenen Grundstück auch nicht mit der Drohne fliegen, wenn es den FFH-Status hat. 
  • Der Überflug von Landschaftsschutzgebieten kann unter Umständen ebenfalls verboten oder erlaubnisbedürftig sein. (Abhängig vom Schutzzweck)
  • "Anlagen der Energieversorgung und Energieverteilung" dürfen ebenfalls nicht angeflogen oder überflogen werden. Das betrifft sämtliche Freileitungen und Trafohäuschen.
  • Für Bahnanlagen gilt das gleiche wie für die Energieversorgung.
  • Sämtliche beteiligten Grundstückseigentümer müssen vorher ihr Einverständnis geben. Jene, von deren Grundstück aus gestartet wird, jene, deren Grundstücke überflogen werden und jene, auf deren Grundstück gelandet werden soll. Das ist in Holzhau, aufgrund der vielen privaten Wald- und Wiesenflächen, kaum realisierbar. 
  • Wird von einem öffentlichen (Park-)Platz oder von der Straße aus gestartet, wäre die Zustimmung der Gemeindeverwaltung nötig.
  • Das bedeutet auch: Sobald ein kommunaler Weg -auch Wanderweg- überflogen werden soll, muss die Gemeindeverwaltung vorher zustimmen.
  • Für die Ortsteile Bienenmühle und Clausnitz: Das Überfliegen von Bundesstraßen ist verboten.
  • Wenn die Drohne ein Gesamtgewicht von 2 Kilogramm und mehr hat, braucht man seit dem 1.10.2017 einen Kenntnisnachweis.
  • Wer mit seiner Drohne höher als 100 Meter aufsteigen will, braucht den Kenntnisnachweis ebenfalls.
  • Wer einen Kenntnisnachweis ablegen möchte, muss ein Mindestalter von 14 Jahren haben.
  • Drohnen ab einer Startmasse von 250 Gramm unterliegen der Kennzeichnungspflicht. Bisher lag die Gewichtsgrenze bei 5 Kilogramm.
  • Die Kennzeichnungspflicht fordert, dass der Drohneneigentümer an einer sichtbaren Stelle Namen und Anschrift in dauerhafter und feuerfester Beschriftung anbringen muss.
  • Die Rechtssprechung zur Panoramafreiheit, zum Haus- und Eigentumsrecht der Grundstückseigentümer bleiben von der Änderung der LuftVO unberührt.

Informationen zu diesem Artikel:

Erstellt: 15.07.2020
Aktuell: 15.07.2020
Seitenaufrufe: 336
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