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Das Gerücht der Woche: Bald DSL von mehreren Anbietern in Holzhau?

(Veröffentlicht am 07.12.2007 • Geschätzte Lesedauer: 2-6 Minuten)

Seit Wochen beobachten Bürger die emsigen Bauarbeiten der Telekom in unserem Ortsgebiet. Die Verteilerkästen erhalten weitere Aufbauten. Oft sind mehrere Teams im Ort unterwegs. Doch weder die Telekom-Techniker noch die Pressestelle der Deutschen Telekom wollten sich bisher zu diesen Baumaßnahmen äußern.

Seit Mai 2007 versucht Holzhau.de, Informationen von der Pressesprecherin der Deutschen Telekom zu erhalten, doch bisher reagierte trotz mehrfacher Anfragen niemand. Das einzige, was wir bekamen, waren automatisierte Standardmails, welche eine  baldige Antwort ankündigten. Also haben wir uns auf anderem Wege Auskünfte "besorgt", welche jedoch wegen fehlender Nachprüfbarkeit in die Kategorie "Gerüchte" einzuordnen sind.

Die Aufbauten über den vorhandenen Telefonverteilerkästen dienen tatsächlich zur Bereitstellung von T-DSL über das Festnetz der Deutschen Telekom. Damit wäre es im Bereich dieser aufgerüsteten Verteiler bald möglich, relativ unproblematisch an einen DSL-Anschluß zu kommen. Nur jene Anschlüsse, welche hausanschlußseitig mit  ca. 30x10 cm großen, grauen Boxen (mit Leuchtdioden an der Oberseite) ausgestattet seien, würden wahrscheinlich nicht auf DSL umgerüstet werden können.

Auf die Frage, ob diese Festnetz-Erweiterungsarbeiten etwas mit der Unterschriftensammlung der Bürger und dem darauf folgenden Engagement von Wirtschaftsminister Glos und den Bundestagsabgeordneten Bellmann und Haustein zu tun habe, gibt es folgende Antwort: "Diesen Quatsch habe ich auch in der Zeitung gelesen. Wenn die Regierung der Meinung ist, so etwas anbieten zu müssen, ist das allein deren Problem".

Bedeutet das, daß das versprochene "Modellprojekt zur Breitbandversorgung von Bürgern im ländlichen Raum" zusätzlich kommt ? Ist die Telekom -wie an anderen Standorten auch bekannt wurde- plötzlich gewillt, DSL-Anschlüsse zu liefern, sobald ein anderer Wettbewerber versucht, eine Region flächendeckend mit DSL zu versorgen ?

Falls das zutrifft, wäre die Unterschriftenaktion der FDP-Ortsgruppe und der Bürger schon jetzt ein Mega-Erfolg. Sie setzte den Festnetzanbieter Telekom unter Druck und zwang ihn zum Handeln.

Vielleicht äußert sich ja die Pressestelle der Deutschen Telekom nach diesem Artikel doch einmal. Nach einem halben Jahr des Wartens auf Antworten wäre das wirklich angebracht.

Allen anderen, die weiterhin auf DSL verzichten müssen, sei das neue 2-Wege - DSL per Satellit ans Herz gelegt. Seit der Cebit 2007 ist ein System verfügbar, bei welchem sowohl Uplink- als auch Downlink-Kanal über Satellit gesendet werden.

Durch die zweimalige Satelitenübertragung entstehen zwar Verzögerungszeiten von rund 500 Millisekunden pro Datenanforderung. Diese machen den Internetanschluß für schnelle Anwendungen (wie Online-Ballerspiele) ungeeignet. Bei der Übertragung eines Onlinespieles über Satellit sind Sie bereits tot, bevor Sie den Gegner überhaupt sehen können. Das ist aber ein Kriterium, welches bei der gewerblichen, "ernsthaften" Nutzung eine eher untergeordnete Rolle spielt.

Alle anderen Internet-Anwendungen sind ohne Einschränkungen nutzbar. Die Netzwerk-Anbindung ist hinter der DSL-Routerbox meist gestattet.

Die monatlichen Kosten belaufen sich auf etwa 30-80 Euro, je nach gebuchter Geschwindigkeit. Dabei ist der entstehende Netzwerkverkehr und die zeitliche Nutzung unlimitiert, die Anbieter weisen aber auf eine möglichst "faire Nutzung" hin.

Man kann entscheiden, ob man die nötige Hardware für rund 300 Euro kauft oder für etwa 10 Euro least. Diese besteht aus einer 80 cm - Schüssel, LNB, Modembox, Kabeln und einem Masthalter.

Einige Anbieter lassen sogar Telefonie über Satellit zu, auch ins deutsche Festnetz. Die möglichen Geschwindigkeiten enden zur Zeit bei etwa 2 MBit für den Empfang und 512 kBit beim Senden. Diese Grenze resultiert aus den deutschen Vorschriften für private Sendeanlagen. Genehmigungsfreie Geräte dürfen nur 500 Milliwatt  Sendeleistung haben.

 

 

Informationen zu diesem Artikel:

Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 07.12.2007
Aktuell: 07.08.2008
Seitenaufrufe: 4450
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