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Holzhau.de - Loipentest vom 6.1.2008

(Veröffentlicht am 07.01.2008 • Geschätzte Lesedauer: 3-7 Minuten)

Holzhau.de - Loipentest vom 6.1.2008 loipe loipentest skilanglauf erzgebirge ski wachs bergstraße fütterungsweg fischerbaude torfhaus

Liebe Langlauffreunde, heute ist es mal wieder Zeit für einen Loipentest. Wir wollen sehen, ob die wenigen Zentimeter Neuschnee, die in den letzten Tagen fielen, zu einer Verbesserung des Loipenzustands geführt haben. Eine Erkältung hat mich für einige Zeit vom Skilaufen abgehalten. Heute ist es mild und man hat weniger Probleme beim Atmen als bei minus 8 Grad.

Wir steigen am Bahnhof Holzhau in das Loipennetz ein. Der Schnee ist hier, um ehrlich zu sein, kaum 10 cm hoch. Trotzdem hat man schon nach wenigen hundert Metern das Gefühl, auf einer höheren Schneedecke zu laufen. Wir biegen an der Kreuzung Bahndammloipe / Skating-Loipe Eisenbahnerweg spitz nach rechts ab und laufen bergauf. Hier ist die Loipe nicht gespurt. Wie auch, bei gerade mal 5 cm Schnee auf einem Waldweg.

Trotzdem holt man sich keine Kratzer in die Laufsohle. Offenbar ist der leicht nasse Neuschnee sehr dicht und trägt. Schön sieht es allerdings nicht aus.  Aber naja, was will man machen ? Schauen wir lieber in die Landschaft, denn von hier aus kann man sehr schön ins bewaldete Muldental blicken. Mit jedem Meter aufwärts sieht man mehr. Wußten Sie, daß genau unter uns einmal ein "Kalkwerk" stand ? Eigentlich war es kein Kalkwerk, sondern die Talstation einer Seilbahn nach Hermsdorf. Die Schneise im Wald sieht man noch ein bischen. Aus dem Kalkwerk / Bergwerk Hermsdorf kamen die Kalklieferungen in so genannten "Kähneln" über den Berg, wurden abgelagert und später in Eisenbahnwaggons verladen. Eine technische Meisterleistung des vorigen Jahrhunderts, die leider in Vergessenheit geriet.

Der Weg führt uns hinter dem ehemaligen "Schulungs- und Erholungsobjekt  der Akademie der Wissenschaften der DDR", später "Waldhotel Sachsenstern", entlang.

Es geht das Gerücht um, es gäbe für dieses Objekt einen ernstzunehmenden Kaufinteressenten. Die Holzhauer haben schon Hoffnung geschöpft, daß in dem großen Haus bald wieder das Licht angeht. Man hofft auf die Bündelung von Marketingaktivitäten sowie auf Arbeitsplätze. Alle Vermieter könnten wieder auf ihre Prospekte schreiben, daß es in Holzhau eine Schwimmhalle gibt. Aber man weiß nichts Genaues, wie gesagt, alles nur Gerüchte.  Im Immobilienportal des Freistaates Sachsen ist das Haus nicht mehr zu finden. Bei einem privaten Immobilienmakler wird man zwar fündig, aber die Daten sind auf dem Stand des Jahres 2003.

Weiter geht die Skiwanderung, hinter dem früheren Fremdenverkehrsamt entlang und an der "Bergstraße 10" vorbei. Hier bekommt man fast alles, was des nordischen Skifahrers Herz begehrt. Von Leihskiern, Skischuhen, Skiwachs bis hin zu Kaffee, Kuchen und Übernachtungsmöglichkeiten. Bemerkenswert sind die in Holzhau bisher einzigartige Innenausstattung und Außenanlage aus Wildholz. Das sollten Sie sich mal ansehen.

Wenige Meter später halten wir uns links und steigen den "Fütterungsweg" hinauf. Dieser Weg heißt so, weil hier vor vielen Jahren mehrere Fütterungen für Reh- und Rotwild standen. Man hat die Fütterungen tiefer in den Wald verlegt, damit Rehe und Hirsche vom Tourismus ungestört bleiben.

Nach wenigen hundert Metern Anstieg kreuzen wir den Schwarzen Buschweg. Dieser zieht sich von der Bahndammloipe in der Nähe des "Teichhauses" hinauf zum Holzhauer Oberdorf, Nähe Steinkuppe. Man kann sich entscheiden, ob man nach links in Richtung Teichhaus oder nach rechts bergauf zur Steinkuppe / Fischerbaude / Torfhaus läuft.

Wer nach diesem Aufstieg bereits "breit" ist, biegt hier besser nach links ab. Wir haben auf den letzten Metern genug Höhenunterschied überwunden, um bis zum Ortsteil Teichhaus durchweg leicht bergab fahren zu können. Dort stößt man wieder auf die Bahndammloipe.

Wir laufen aber rechts herum, weiter hinauf zum Oberdorf. Es liegen noch genug Höhenmeter vor uns. Oben angekommen, fahren wir den Steinbruchweg zur Fischerbaude und weiter  zum Torfhaus. Erstaunlicherweise kann man auch auf der Loipe in der Torfhausstraße relativ gut Ski laufen.  

Unsere erste Abfahrt des Tages geht hinter dem Torfhaus links hinab zur Bahndammloipe. Im Muldental angekommen, biegen wir nach links in die Bahndammloipe ein und laufen die wenigen Restkilometer bis zur am Anfang beschriebenen Kreuzung. Geradeaus geht es weiter zum Bahnhof Holzhau. Nach einer reichlichen Stunde und ausreichend Höhenmetern sind wir wieder am Startpunkt.

Fazit dieser kurzen Tour quer durchs Skigebiet: Obwohl die Schneehöhe auf einigen Streckenabschnitten so niedrig ist, daß man die Skier nicht in den Schnee stecken kann, läuft es sich erstaunlich gut. Der durch die Plusgrade vom Sonntag leicht nasse Schnee trägt gut, hat akzeptable Gleiteigenschaften und gibt das Gefühl, auf einer wesentlich dickeren Schneedecke zu stehen.  Zugegeben, unter "Zu viel Schnee" leidet diese Loipe ganz bestimmt nicht. Es gibt jedoch keine Loipenunterbrechungen.

Mein Prädikat: Trotz allem wesentlich besser als erwartet !

 

Informationen zu diesem Artikel:

Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 07.01.2008
Aktuell: 07.08.2008
Seitenaufrufe: 8603
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