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Freie Presse kritisiert Arbeit des Fremdenverkehrsamtes Rechenberg

(Veröffentlicht am 17.04.2008 • Geschätzte Lesedauer: 3-7 Minuten)

Es ist ja bekannt, daß ich kein Freund der "Freien Presse" bin. Wenn Holzhauer Bürger jedoch der Meinung sind, ich müsse bestimmte Dinge wissen, landen die ausgeschnittenen Artikel trotzdem auf meinem Schreibtisch. In der Freien Presse vom Mittwoch, 16. April 2008 stand auf Seite 13 (!!) der Artikel von Thomas Reibedanz: "Kaum Auskunft unter dieser Nummer - Fremdenverkehrsämter der Region haben mit Personalproblemen zu kämpfen und wirken deshalb oft inkompetent".

Mit mehreren Beispielen wird in diesem Artikel die mangelnde Informationskompetenz des Fremdenverkehrsamtes Rechenberg dargestellt.

Bürgermeister Sandig begründet die schlechte Außenwirkung des Fremdenverkehrsamtes mit dem Einsatz preisgünstiger Ein-Euro-Arbeitskräfte im Amt. Der Tourismus in Holzhau und Umgebung ist laut Bürgermeister Sandig´s früheren Äußerungen einer der wichtigsten Wirtschaftszweige unserer Region. Zählt man eins und eins zusammen, kommt man schnell auf eine Millionensumme, welche die Tourismusbra(n)che unseres Ortes pro Jahr umsetzen müßte, damit die Wirtschaft in den Hotels, Pensionen, am Skilift und in der Brauerei richtig "rund" läuft. Hinzu kommen private Vermieter und die dahinter stehenden Dienstleister, welche zu einem gewissen Teil ebenso von einem ganzjährig florierenden Tourismus profitieren könnten.

Vermarktung und PR dieser Millionen"industrie" in die Hände von sozial schwachen, geringverdienenden und befristet angestellten (und daher bestimmt schlecht motivierten) Arbeitskräften zu legen, grenzt schon an Wahnsinn. Man stelle sich vor, ein privatwirtschaftlich geführtes Unternehmen mit Millionenumsätzen würde seinen Vertrieb und das Marketing mit Teilzeitkräften realisieren, die zusätzlich noch alle paar Monate ausgetauscht würden. Es wird jedem klar sein, daß dieser Versuch langfristig scheitern muß.

"Mit immer weniger Mitteln sollen wir mehr Qualität bieten. Das ist eine Gleichung, die nicht aufgeht" zitiert die "Freie Presse"  Bürgermeister Werner Sandig. Nach der Schließung des Fremdenverkehrsamtes in Holzhau, dem Verkauf des Gebäudes, der Entlastung des kommunalen Haushaltes von den Gebäude- und Betriebskosten, der Umlagerung der Arbeit auf das Personal der Hotels "Lindenhof" und "Talblick" sowie einer mehrfachen Erhöhung der Kurtaxe bleiben nach dieser Äußerung des Bürgermeisters viele Fragezeichen.

Wenn man als Gemeinde kein Geld hat, um positiv in die Entwicklung der regionalen Tourismusbranche einzugreifen, sollte man wenigstens damit aufhören, durch inkompetente Außenwirkung Schaden anzurichten.

Alles in allem kann man, auch wenn es schwer fällt, am Artikel der Freien Presse kaum etwas kritisieren. Die aufgeführten Fakten decken sich mit den Beschwerden der Touristen, welche seit Jahren an die Vermieter oder auch an mich herangetragen werden.

Doch was soll man als privater Betreiber einer Internetseite dagegen tun ? Holzhau.de muß sich die auf der Webseite veröffentlichten und von unseren Lesern gierig aufgenommenen Informationen selbst beschaffen. Das bedeutet, daß man als Webmaster auch mal auf die Langlaufskier steigen muß, um danach für die holzhau.de-Leser einen authentischen Loipentest schreiben zu können. Nachdem es in den letzten 12 Jahren mehrere, aber erfolglose Versuche einer Zusammenarbeit mit dem Fremdenverkehrsamt gab, ist der aktuelle Zustand trotzdem immer noch der beste Weg. Und es ist beruhigend, daß man selbst im Fremdenverkehrsamt nicht genau sagen kann, ob die Loipen frisch gespurt wurden - so stand es zumindest in der Zeitung.

Wie will man im Amt "die Arbeit mit den Medien" verbessern ? Offenbar hat man im Fremdenverkehrsamt selbst - also an der Quelle- nicht ausreichend Informationen. Was will man also an die Medien weiterleiten ?

Durch das schlecht eingearbeitete Personal im Fremdenverkehrsamt werden aber auch andere Probleme verursacht. Beispiel gefällig ? Nach einer vermeintlichen Hackingattacke gegen unseren holzhau.de - Server sah ich mich im letzten Jahr gezwungen, Strafanzeige gegen Unbekannt wegen versuchter Datenmanipulation zu erstatten. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz ermittelte rasch und kam zu dem Ergebnis, daß der Angriff aus dem örtlichen Fremdenverkehrsamt kam - nach Aussagen der dort zuständigen Mitarbeiter von einer Ein-Euro-Arbeitskraft verursacht. Die "Attacke" sei ein "Versehen" gewesen, welche sich aus Unkenntnis und mangelnder Einweisung ergeben hätte.

Billigarbeitskräfte sind als Ausrede für Pannen, die im Amt passieren, immer wieder gern gesehen. Die Gemeindeverwaltung muß sich fragen lassen, ob sie schon einmal etwas von "Störerhaftung" oder "Verantwortlichkeit des Arbeitgebers für seine Mitarbeiter" gehört hat.

Vielleicht sollte man Dinge, für welche man als Gemeinde kein Geld mehr hat, einfach abschaffen und den Markt privaten Dienstleistern überlassen. Tourismusvermarktung kann nicht nur eine Kostenposition sein, sondern auch Arbeitsplätze schaffen.

In diesem Sinne, Ihr Tino Bellmann

Informationen zu diesem Artikel:

Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 17.04.2008
Aktuell: 06.08.2008
Seitenaufrufe: 3813
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