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Bericht aus der Öffentlichen Gemeinderatsversammlung vom 23.9.2008

(Veröffentlicht am 25.09.2008 • Geschätzte Lesedauer: 2-6 Minuten)

Bericht aus der Öffentlichen Gemeinderatsversammlung vom 23.9.2008 schule mittelschule schulstandort sachsen mittelsachsen rechenberg bienenmühle mantau

Die große Besucherresonanz der Gemeinderatssitzung vom 23.September zeugte davon, dass ein interessantes Thema auf der Tagesordnung stand. Es ging um das Wichtigste was wir haben - die Zukunft der Kinder im ländlichen Raum. Also ganz konkret: Wie sichern wir den Mittelschulstandort Rechenberg - Bienenmühle ?

Als Betrachter dieser Sitzung fiel mir auf, dass die vielen positiven Aspekte, die unsere Mittelschule vorzuweisen hat, zu kurz kamen. Deshalb möchte ich darauf eingehen. In unserer Mittelschule gibt es ein ausgezeichnetes Lehr - und Lernklima. Wir haben ein hoch motiviertes Lehrerkollegium, welches auch die anderen Beschäftigten der Schule mitreißt.

Die Ausstattung, z.B. mit modernen Computern, ist beispielhaft. Hier hat die Gemeinde klug investiert. Übrigens ist unsere Mittelschule mit Telekom - DSL versorgt. Die Schüler besuchen sehr gern diese Schule, weil sie sich hier geborgen fühlen. Die außerschulischen Angebote und Neigungskurse sind äußerst vielschichtig und in Qualität und Breite vorbildlich.

Dringend notwendig ist die Werterhaltung und Sanierung des Gebäudes. Hier muss kurzfristig gehandelt werden. Der vorgeschlagene Ausschuss zu diesem Thema und darüber hinaus auch für die Perspektive, sollte umgehend besetzt und arbeitsfähig werden. Uns allen ist die Krux mit den Arbeitskreisen bekannt.

Ein völliger Neubau eines Schulkomplexes „auf der grünen Wiese“ im oberen Kreisgebiet ist ohne Einbeziehung und Beteiligung aller umliegenden Kommunen unmöglich. Diese investieren aber ebenfalls in ihre vorhandenen Schulstandorte.

Wenn man über einen Neubau einer Mittelschule nachdenkt, muß man sich Gedanken über eine Nutzungskonzeption für die jetzt  bestehenden Schulgebäude einschließlich Turnhallen und Sporteinrichtungen machen. In der Vergangenheit sind hier viele Steuergelder eingebracht worden. Was kostet es, diese Gebäude weiter zu bewirtschaften oder gar abzureißen ?

Die vagen Zusagen aus dem Kultusministerium zum Neubau eines regionalen Schulstandortes sind mit Vorsicht zu genießen. In der jüngsten Vergangenheit gaben sich die Kultusminister in der Landeshauptstadt Dresden die Klinke in die Hand. Mit einem Personalwechsel könnten sich auch bereits gefällte Entscheidungen wieder ändern.

Unabhängig davon sind übergemeindliche Abstimmungen auch zum „Status quo“ sehr sinnvoll. Das trifft übrigens nicht nur auf das Thema Schulen zu, ich denke hierbei auch ganz aktuell an Tourismus usw.

Der Schülerbeförderung eine Schuld oder Teilschuld an nicht ausreichenden Schülerzahlen zu geben, ist der falsche Ansatz. Die Schülerbeförderung ist im Altlandkreis Freiberg vorbildlich im Verbund von Landratsamt mit den Beförderungsunternehmen (Bus und Bahn) und den Kommunen im ÖPNV organisiert.

Das Fernbleiben von Schülern aus Lichtenberg und Mulda , vor allem im letzten Schuljahr, hat andere Ursachen, die es dringend zu analysieren gilt. Im Dezember 2007 hat der Landkreis auf das ungerechte Tarifzonensystem reagiert und mit Beschlüssen im Kreistag für finanzielle Entlastungen bei den Elternanteile zur Schülerbeförderung gesorgt.

Ich sehe die Ursachen für das „Schulsterben“ im ländlichen Raum maßgeblich im Sächsischen Schulgesetz begründet.

Mein persönliches Fazit zur öffentlichen Gemeinderatssitzung sieht wie folgt aus: Es ist vieles in sachlicher Atmosphäre angesprochen worden, aber auch einiges offen geblieben. Das war auch in der Kürze der Zeit nicht anders zu erwarten, da das Thema sehr komplex ist.

Der Ansatz zu Lösungen ist gegeben, jetzt muss gemeinsam gehandelt werden. Die Mittelschule Rechenberg - Bienenmühle braucht ihr „Licht nicht unter den Scheffel zu stellen". Sie ist hervorragend aufgestellt und der Bestand muss langfristig gesichert werden.

Eine Schule ist ein direkter bzw. indirekter Arbeitgeber für verschiedene Beschäftigungszweige in einer Gemeinde.  Parallel dazu sollte man auch moderne Zukunftsvisionen des Schulwesens (vielleicht auch länderübergreifend) realistisch - optimistisch betrachten.

Kreisrat Karl - Heinz Mantau (FDP)

Informationen zu diesem Artikel:

Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 25.09.2008
Aktuell: 22.10.2008
Seitenaufrufe: 4083
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