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Wanderempfehlung: Von Holzhau nach Rechenberg - Trostgrund - Teichhaus - Holzhau

(Veröffentlicht am 26.09.2008 • Geschätzte Lesedauer: 5-14 Minuten)

Wanderempfehlung: Von Holzhau nach Rechenberg - Trostgrund - Teichhaus - Holzhau wanderung holzhau erzgebirge wanderroute wanderempfehlung Holzhau - Blick ins Muldental
Holzhau - Blick ins Muldental

Es ist wieder Wanderzeit! Holzhau.de bietet Ihnen zur besten Jahreszeit eine komplett überarbeitete Wanderroute mit einer speziell angefertigten Wanderkarte zum kostenlosen Download an. Die Wanderroute mit der Karte wurde erstmals im Sommer 2004 veröffentlicht und musste seitdem mehrfach überarbeitet werden. Es hat sich einiges verändert. Beispielsweise befindet sich in Holzhau, Bergstraße 9, kein Fremdenverkehrsamt mehr.

Unsere Wanderung beginnt in der Ortsmitte von Holzhau,an der Kreuzung am Bahnübergang Tannenweg / Bergstraße, direkt vor der großen Informationstafel. (GPS: 50.73363 / 13.5889, der Standort dieser Karte wurde im Sommer 2018 verändert.). Wir befinden uns in einer Höhe von 625 m über NN. Wer von seiner Pension, Ferienwohnung oder seinem Hotel aus in die Wandertour startet, wird den Ausgangspunkt sicher schnell finden oder seine Route entsprechend anpassen. 

Der Bahnhof ist nicht allzu weit entfernt. Wer mit der Freiberger Eisenbahngesellschaft nach Holzhau gekommen ist, findet den Einstieg in unsere Wanderung ebenso schnell. (GPS Holzhau Bahnhof: 50.7341, 13.5921)

Informationen erhalten Sie in der Tourist-Information im Hotel "Lindenhof". (GPS: 50.7348 / 13.5873) Seit das Fremdenverkehrsamt Holzhau im Herbst 2007 in das Rathaus Rechenberg verlegt wurde, erledigen die Mitarbeiter des Hotels einen Teil der Arbeiten des Amtes "nebenbei", um den Gästen wenigstens einen minimalen Service vor Ort anbieten zu können. Eine weitere Touristinformation befindet sich im Berghotel "Talblick" (GPS: 50.726894 / 13.590284). 

Kuriosum am Rande: Fast zeitgleich mit der Schließung des Fremdenverkehrsamtes in Holzhau wurde die kommunale Kurtaxe erhöht. Der Gast müsste bei Fragen zum Tourismus, auf der Suche nach einer Übernachtung oder bei anderen Wünschen drei Kilometer nach Rechenberg fahren und wäre an die Öffnungszeiten des Rathauses gebunden, wenn es die Touristinformationen in den Hotels nicht gäbe. Von Freitag Mittag bis zum Montagmorgen (also dann, wenn erfahrungsgemäß die meisten Touristen in Holzhau sind) ist das Kommunale Fremdenverkehrsamt geschlossen.

Vor uns liegt eine 12 Kilometer lange Wanderroute. Wir laufen den Tannenweg in Richtung Skihang, biegen an der Kreuzung zur Alten Straße rechts ab (GPS: 50.7329 / 13.5871), folgen der Alten Straße nach Rechenberg. Kurz nach dem Haltepunkt der Freiberger Eisenbahn in Rechenberg erreichen wir eine kleine Eisenbahnbrücke (GPS: 50.7340 / 13.5587). Hier biegen wir links in Richtung "Trostgrund" ab. 

Alternativ entscheiden wir uns für einen Besuch des Brauereimuseums Rechenberg, der Schauwerkstatt des Erzgebirgischen Häuselmachers oder des Flößereimuseums und kehren danach an diesen Punkt zurück. 

Kurz vor dem Waldrand (GPS: 50.7322 / 13.5580) schauen wir zurück und genießen einen Blick über die Rechenberger Felsenlandschaft, die Burgruine mit dem Herrenhaus (heute Rathaus) und die neugotische Kirche zu Rechenberg. Wir erreichen nach wenigen Minuten eine Wander-Schutzhütte mit einem Wassertretbecken. Die Wassertemperatur des kleinen Baches beträgt im Sommer etwa 10 Grad, in der kalten Jahreszeit um die 8 Grad Celsius.

Der abzweigende Naturlehrpfad "Trostgrund" ist zwar immer noch ausgeschildert, befindet sich aber zur Zeit in einem schlechten und ungepflegten Zustand. Er ist leider nicht mehr zu empfehlen. Im "Trostgrund" findet man seltene Pflanzenarten, beispielsweise eine fast unbekannte einheimische Orchideenart und verschiedene Heil- und Würzkräuter.

Nachtrag von 2019: Trotz unserer massiv vorgetragenen Kritik hat sich der Zustand der Wanderschutzhütte, des Wassertretbeckens und des Naturlehrpfades "Trostgrund" weiter verschlechtert.

Wir folgen dem Trostgrundweg in Richtung Ringelstraße. Der Gesamthöhenunterschied bis zum Erreichen der Ringelstraße beträgt 180 Meter. Wer nicht oft wandert, hat sicher bald das Gefühl, dass der Weg kein Ende nimmt. Für Untrainierte ist es möglicherweise demoralisierend, dass es ununterbrochen bergauf geht. Die Wanderlust kann man steigern, wenn man den oben empfohlenen Besuch im Brauereimuseum wahrnimmt und dort ein Fünfliterfässchen "Rechenberger" als Wanderverpflegung erwirbt. Glauben Sie uns: Das Fässchen wird im Rucksack immer leichter, je öfter man bei der Wanderung davon trinkt.

Oben angekommen, biegen wir nach links ab (GPS: 50.721677 / 13.582862) , treten aus dem Wald heraus und genießen einen Blick auf das Tal der Freiberger Mulde. (GPS: 50.722533 / 13.585952) Im Winter beginnt hier eine Vielzahl von Skiloipen, die in alle Richtungen führen.  

Wir folgen der Ringelstraße und laufen zur "Fischerbaude". Kurz vor dem großen Parkplatz kommen wir an einem Bauernhof vorbei, welcher vor Jahrhunderten als erste Gastwirtschaft in der Holzhauer Chronik erwähnt wurde. (GPS: 50.721351 / 13.588495)  Heute befindet sich hier allerdings kein Gasthof mehr.

Wenige Meter daneben finden wir das Hotel "Fischerbaude". (GPS: 50.719449 / 13.589975) Seit über 110 Jahren gibt es hier eine Einkehr, welche in den ersten Jahrzehnten nach 1900 als Nebengewerbe betrieben wurde. Auch einen Schuster und einen Lebensmittelhandel gab es damals hier. In den letzten 20 Jahren hat sich das Haus zu einem gut geführten Hotel gemausert. Die dritte Generation der Familie Fischer / Weise betreibt es seit der Reprivatisierung wieder als Familienbetrieb.

Momentan befinden wir uns in einer Höhe um 760 Meter über NN. Wer möchte, kann neben der "Fischerbaude" auf den Steinbruchweg abbiegen, die 806 m hohe Steinkuppe besteigen, (GPS: 50.720046/13.599441) die Fernsicht ins Erzgebirge bestaunen und danach an diesen Punkt neben der Fischerbaude zurückkehren. Eine halbe Stunde und 45 Höhenmeter mehr muß man dafür jedoch mindestens einplanen. Alternativ bietet sich die Gelegenheit, im Biergarten der "Fischerbaude" ein kühles "Rechenberger Bier" zu sich zu nehmen.

Wir wandern danach auf der Torfhausstraße / Ringelstraße weiter und kommen am "Roten Steinbruch" vorbei. (GPS: 50.714687 / 13.595222).  Dieser soll aus magmatischen Ablagerungen bestehen, weil die Steinkuppe aus geologischer Sicht vulkanischen Ursprungs sein soll. Das Gestein ist tatsächlich rotbraun und nicht sehr fest. Nach wenigen Wintern sind die oben liegenden, größeren Steine zu Sand zerfallen, welcher von Wind und Regen fortgetragen wird.

Den Abzweig (GPS: 50.714429, 13.59844) zum neu errichteten Wanderübergang nach dem tschechischen "Battleeck" (Bettlerecke, GPS: 50.710153, 13.601774) lassen wir rechts liegen und laufen links weiter zum "Torfhaus".

Das Torfhaus (GPS: 50.715958, 13.606777) war vor rund 90 Jahren Wanderhütte, Gaststätte und Skihütte. Anfang der 70er Jahre wurde eine neue Jugendherberge gebaut und auf den Namen "Hilde Coppi" getauft. Die Jugenherberge in Holzhau war bis zur Wende gut und regelmäßig belegt. Danach verfiel die Jugendherberge immer mehr.

Nach 2000 sollte die Jugendherberge "Hilde Coppi" mit EU-Fördermitteln und Krediten als Wander- und Bikerherberge in neuem Glanz erstrahlen, doch zu einem Geschäftsbetrieb kam es nie. Skandale und Insolvenzen führten zum Aus des gesamten Projektes. Den Einwohnern grauste es mehrere Jahre lang, wenn sie die verlassene Baustelle mit neuer Freilichtbühne, Teichanlage, Kegelbahn und Rastgelegenheiten sahen. Was für eine Geldverschwendung! Gleichzeitig beklagten mehrere einheimische Handwerker hohe finanzielle Verluste, weil sie für ihre erbrachten Leistungen kein Geld bekamen. Mehrere Jahre lang verwahrloste das Objekt.  Im Jahr 2008 kauften Jörg Troll und Kerstin Stopp das Objekt aus der Insolvenzmasse heraus und führen das "Torfhaus" seitdem weiter.

An einer kleinen Gabelung (GPS: 50.716243, 13.60889)  haben wir die Wahl, ob wir links oder rechts entlanglaufen. Es ist aber völlig gleich, denn nach wenigen Metern kreuzen sich die Alte und Neue Torfstraße erneut (GPS: 50.7168, 13.611937). Wir laufen nach links und wandern ins Tal hinab. Bei 660 m ü. NN erreichen wir den Ortsteil "Teichhaus". (GPS: 50.724441, 13.61596) Von der "Fischerbaude" bis hierher haben wir schon wieder 100 Höhenmeter -diesmal abwärts - hinter uns gelassen. Als Einkehrmöglichkeiten empfehlen sich an diesem Punkt das "Teichhaus" (GPS: 50.724258, 13.620692) und die Gaststätte "An der Loipe" (GPS: 50.722981/13.621446).

Das "Teichhaus" wurde im November 2008 als wunderschöner Waldgasthof neu eröffnet. Tierliebhaber finden dort alle möglichen Haustiere: Hunde, Gänse, Hühner - bis hin zu Alpakas.

Auf dem Weg zurück nach Holzhau überqueren wir die kleine Brücke (GPS: 50.725185, 13.617572) über die Freiberger Mulde und laufen den Muldenweg in Richtung Holzhau.

Bis zum Ziel sind es nun noch etwa 3 Kilometer. Der Muldenweg folgt dem Lauf der Freiberger Mulde durch eine Wildruhezone bis zur Ortsmitte von Holzhau.

An der GPS-Position 50.735127, 13.596828 überqueren wir die Muldentalstraße, den alten Bahndamm und wechseln auf den Tannenweg, indem wir zweimal nach rechts abbiegen. (GPS: 50.734574/13.596968).  (Achtung: Auf der aktuellen PDF-Karte ist die Weiterwanderung auf der Muldentalstraße eingezeichnet, was jedoch aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht empfehlenswert ist)

Im Ortskern von Holzhau bietet sich eine Auswahl von Gaststätten, Hotels und Pensionen für eine Rast oder Übernachtung an. Auch der Haltepunkt der Freiberger Eisenbahn (GPS: 13.596968, 13.591829) ist hier zu finden.

Wer möchte, kann noch zur "Holzhau.de" - Webcam im Tannenweg wandern und sich dort in Position stellen. Die Kamera überträgt im Minutentakt Fotos ins Web. Sie können via Internet Fotos auf das eigene Handy laden oder Sie rufen Ihre Lieben zu Hause an, damit sie Sie im Internet auf der Holzhauer Webcam-Seite bestaunen können.

Die Wanderkarte mit Höhen- und Entfernungsangaben gibt es im Link unten als PDF-Download. Sie können sie für den privaten Gebrauch ausdrucken.

Kommentare zu dieser Wanderroute sind wie immer als Leserbrief erbeten...

Informationen zu diesem Artikel:

Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 26.09.2008
Aktuell: 02.05.2019
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