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Loipentest vom 18.3.2009: Zustand der Bahndammloipe "unglaublich"

(Veröffentlicht am 18.03.2009 • Geschätzte Lesedauer: 3-9 Minuten)

Loipentest vom 18.3.2009: Zustand der Bahndammloipe unglaublich ski wintersport loipe skilanglauf langlauf schneehöhe Bei solchen Bildern glaubt man kaum an akzeptable Skibedingungen...
Bei solchen Bildern glaubt man kaum an akzeptable Skibedingungen...

"Bei dieser Schneehöhe muß es wochenlang regnen, um den Schnee abzutauen" dachte ich mir vor rund einem Monat. Damals, um den 20.2.2009 herum, schneite es in der Holzhauer Ortsmitte (630m ü.NN) bis zu 20 cm pro Tag. In den höher gelegenen Ortsteilen war es noch mehr. Man kam mit dem Schneeschieben und Schneefräsen kaum hinterher. Bei 80 cm stoppte der Schneehöhenmesser vor der Webcam. Die Wetterstation in der Pension Schmidt meldete für das Oberdorf mehr als einen Meter Schnee und starke Verwehungen.

Aber kaum hatte ich die Schneefräse beiseite geschoben, begann es wärmer zu werden. Nebel und feiner Nieselregen verdarben die Lust am Skifahren - nachdem wir seit November auf Neuschnee gewartet hatten !

Der Niederschlag nahm sogar noch zu. Oft regnete es tagelang. Im Januar 2009 wurden kaum Niederschläge gemessen. Im  März  fielen bis zu 18 Liter Regen pro Tag. Die Schneehöhe sank genauso schnell, wie sie im Februar stieg - bis zu 20 cm pro Tag. Wenig später waren in den holzhau.de - Webcams die ersten grün-braunen Flecken in der Landschaft zu erkennen. Der Wasserspiegel der Freiberger Mulde befindet sich seit Wochen über dem Normalwert.

Die Zahl der Touristen nahm mit jedem Regentag ab. Im nördlichen Teil unseres Mittelsachsenkreises blühen seit Wochen die Schneeglöckchen und Märzenbecher, man unternimmt die ersten Radtouren und genießt die Sonne. Wer fährt da ins ungemütliche Erzgebirge ?

Eine "Winterabschiedstour auf Skiern" hatte ich mir aber noch vorgenommen. Nur noch einmal Skilaufen, ganz gleich, wie schlimm es auf der Loipe aussehen würde. Kurz entschlossen schaltete ich heute nachmittag die PCs ab, zog mich um und  schon ging´s zum Bahnhof Holzhau, drauf auf die Bahndammloipe.

Ich schreibe Ihnen ganz ehrlich, was ich vom heutigen Skilaufen erwartet habe: Abwechselndes Laufen über Gras und Schnee, Wasserlachen und eine höchstens noch einspurige Loipe mit Unterbrechungen. Ich rechnete fest damit, die Ski und Schuhe hinterher mit dem Gartenschlauch reinigen zu müssen.

Umso erstaunter war ich, als ich in die Bahndammloipe einstieg. Über die volle Breite lag Schnee. Schon am Bahnhof Holzhau wechselte man von einer trockenen Straße auf eine feste, ausreichend hohe Loipe. Natürlich war diese Loipe nicht frisch präpariert - das kann man bei dem schlechten Wetter der letzten Tage einfach nicht erwarten. Meines Wissens nach wurden die Loipen vor etwa einer Woche zum letzten mal maschinell gespurt. Aber es schienen jedoch noch Wintersportler unterwegs zu sein, denn die Spur war frisch eingelaufen.

Nach wenigen Metern traf ich auf eins der wenigen Hindernisse des Tages: Ein kleiner Wassergraben bahnte sich den Weg über die Loipe. Eine Ausweichspur war von anderen Skiläufern bereits in den Schnee gelegt worden. Ab diesem Zeitpunkt war die Loipe durchweg zweispurig befahrbar. Nur an einer etwa 10 Meter langen Stelle wählte ich freiwillig die Spur mit der höheren Schneedecke.

Je nach Waldbestand bzw. Sonneneinstrahlung war die Schneedecke entweder leicht angetaut oder hartgefroren. Es war nicht feststellbar, auf welcher Schneehöhe man die meiste Zeit lief - die unteren Schneeschichten waren zu hart. Die Stöcke fanden einen guten Halt, die Spur war griffig und gab dem Ski eine gute Führung. Natürlich waren regelmäßig Nadeln und Zapfen auf der Loipe, was sich aber heute nicht allzu negativ auf das Laufgefühl auswirkte.

Die Loipe war bis zur ersten Querung, der Torfstraße am Teichhaus, uneingeschränkt benutzbar. Die wenigen Meter über die Straße kann man die Skier tragen. Danach kommt ja die Lichtung in der Nähe der Gasthäuser "Teichhaus" bzw. "An der Loipe". Durch die höhere Sonneneinstrahlung war der Schnee hier sehr weich, aber noch ausreichend hoch. Die Querung zum Gasthaus "An der Loipe" unterbricht die Skispur nochmals um 3-5 Meter. Dann kann man bis zur gesprengten Bahnbrücke problemlos weiterlaufen.

Aus Zeitgründen verzichtete ich darauf, die Skitour bis zur "SWF GmbH" in Neuhermsdorf (früherer Bahnhof) fortzusetzen. So wie es aussieht, gibt die Loipe eine solche Skitour aber noch her. Und wenn die Schneeverhältnisse immer noch so gut sind, kann man einen solchen Ausflug ja demnächst einmal mit einplanen.

Ich kehrte also um, überquerte die zwei bereits beschriebenen schneefreien Wege und kehrte in Richtung Holzhau -Ortsmitte zurück. Die letzten 50 Meter kurz vor dem Bahnhof Holzhau sind für Anfänger besser mit abgeschnallten Skiern zu bewältigen. Auf der hartgefrorenen Abfahrt läßt es sich sehr schlecht bremsen - und die Abfahrt wird von dem kleinen Bach unterbrochen.

Fassen  wir die heutige Skitour zusammen: Die geplante "Winterabschiedstour auf Skiern" war das heute auf keinen Fall. Die Schneeverhältnisse sind auch nach wochenlangen Plusgraden und Dauerregen immer noch "unglaublich". Ich hatte ja eingangs geschrieben, was ich von der heutigen Skitour erwartet hatte. Fast nichts davon traf zu, die erwartete "Schlammschlacht" blieb aus.

Nach meiner Meinung sind die Skibedingungen heute besser, als sie Anfang Februar waren. Damals lag weniger Schnee, die Loipe war brutal hartgefroren und noch stärker mit Nadeln, Ästen und Zapfen bedeckt. Die harte Loipe war Gift für die Gelenke, die Ski wechselten ständig zwischen "zu glatt" und "plötzlich stehenbleiben".

Davon war heute nachmittag - trotz vieler Ästchen und Nadeln- nicht allzuviel zu spüren. Zugegeben, am Anfang sieht es nicht besonders lecker aus, wenn der Schnee nicht mehr ganz weiß ist. Möglicherweise sind die Skiverhältnisse morgens (nach einem Nachtfrost) wesentlich schlechter als am heutigen, warmen, sonnigen Mittwochnachmittag.

Für alle, die (wie ich) einfach noch mal auf Skiern "raus an die Luft" wollen, sind die Wintersportbedingungen immer noch mehr als akzeptabel.

Ihr Tino Bellmann

 PS: Wenn es das Wetter und die Zeit ermöglichen, werde ich morgen das Skigebiet rund um die Fischerbaude noch einmal  antesten.

Aktualisierung vom Donnerstag: Da es seit heute Morgen wie wild schneit, kann man meine gestrigen Kommentare über "Ästchen, Nadeln und Zapfen" getrost ignorieren. Holzhau liegt schon wieder unter einer zentimeterdicken Neuschneedecke !

 

Informationen zu diesem Artikel:

Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 18.03.2009
Aktuell: 21.02.2018
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