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"Pro-MSN", "Pro-FG" und kein Ende abzusehen - Die Holzhauer haben andere "Pro-bleme"

(Veröffentlicht am 27.03.2009 • Geschätzte Lesedauer: 2-6 Minuten)

Man sagt uns Bergvölkern ja nach, streitsüchtig zu sein. Schön, wenn man einmal erleben darf, daß man sich auf dem platten Lande, im nördlichen Teil unseres Mittelsachsenkreises, über ein paar Buchstaben an einem Autonummernschild monatelang so richtig schön in Rage diskutieren kann.

Vom Streit um die zukünftigen Buchstaben auf einem Streifen Aluminiumblech wird in den Medien recht ausführlich und mit den verschiedensten Bevölkerungsmeinungen berichtet. Leserbriefe mit der Überschrift "Pro MSN", "Pro FG", "Mittelsachsen kürzt man nicht mit FG ab" oder "Ich schäme mich ..." konnte man in den vergangenen Wochen mehr oder weniger schmunzelnd zur Kenntnis nehmen.

Etwas weniger schmunzelt man hingegen, wenn man in Döbeln aus dem "FG"-Auto steigt und von Passanten gefragt wird, ob man ein "Alt-Freiberger" oder "Neu-Freiberger" sei.

Die ansonsten so streitbaren Bergvölker bleiben beim Thema "KFZ-Kennzeichen" erstaunlich gelassen. "Ist mir völlig egal, was da vorne an dem Auto dransteht. Ich würde mein Auto auch in einem anderen Landkreis anmelden, wenn ich dadurch bei der Versicherung Geld sparen könnte" bekam holzhau.de auf Anfrage zu hören.

Gelegentlich hört man auch "...aber bis zur nächsten Kreisreform sollte das ausdiskutiert sein...", was meist von schallendem Gelächter aller Anwesenden begleitet wird. Die Holzhauer haben in punkto Kreisreform allerhand Erfahrungen. Wieviele Umstrukturierungsmaßnahmen hat der Ort denn nun seit Ende des letzten Krieges mitmachen dürfen ? Die Chronisten zählen noch - kleiner Scherz. Ein paar ältere Einwohner wünschen sich sogar die Amtshauptmannschaft Dippoldiswalde zurück. "Damals dauerte die Bearbeitung eines Bauantrages etwa eine Woche, und das ohne Computer, ohne Telefon und Fax, ohne Email.".

Die Holzhauer machen sich Gedanken darüber, was dieser zweifelhafte "Demokratiebeweis" und seine Folgen den Steuerzahler wohl kosten werden. Verständnisloses Kopfschütteln allerorten.

Ich persönlich finde, dass es ein intellektuelles Armutszeugnis ist, wenn man seine Heimatverbundenheit nur noch mit einem Streifen Blech zum Ausdruck bringen kann. Und wenn´s unbedingt das Auto sein muß: Die wunderschönen Holzhau.de - Aufkleber mit der herrlich verschneiten Landschaft darauf sind in jedem Fall besser !!!

Das Gezerre um die Buchstaben auf dem Auto ist bis jetzt nur aus dem Landkreis Mittelsachsen bekannt geworden. Die früheren Kreise Dippoldiswalde, Freital und Pirna wurden als "Landkreis Sächsische Schweiz - Osterzgebirge" zusammengefasst und tragen das KFZ-Kennzeichen PIR. Auch der Landkreis Meissen einigte sich mit dem neuen Partner Riesa-Großenhain auf das KFZ- Kennzeichen MEI.

Einwohner des Landkreises Nordsachsen fahren mit den Anfangsbuchstaben ihrer früheren Landkreise Torgau, Delitzsch und Oschatz "TDO" durch die Gegend.

Im Erzgebirgskreis scheint es einen regelrechten Run auf die "ERZ"- Nummernschilder zu geben. Wem es der Spaß wert ist, der hat schon eins am Auto. Die neuen Kennzeichen gaben die Möglichkeit, das frühere "MEK" loszuwerden und sich ein Wunschkennzeichen als ERZgebirgler zu reservieren.

Wie wäre es denn mit einer weiteren Alternative - Mittweida, Freiberg und Döbeln, abgekürzt MFD ? Nachdem die Emotionen der "Nord-Mittelsachsen" in den letzten Monaten derart künstlich hochgekocht wurden, wäre eine dritte Variante doch angebracht. Das gäbe keinem der beiden Meinungslager das Gefühl, "Sieger" in einem sinnlosen "Kampf" zu sein.

Oder doch besser gleich IVE ? Ist Völlig Egal.

Unabhängig davon, was zukünftig an unseren Autos steht: Das neue Nummernschild wird uns keinen einzigen zusätzlichen Arbeitsplatz in den Landkreis bringen. Was nutzt ein wunderschönes, demokratisch gewähltes KFZ-Kennzeichen, wenn sich die Bürger des Landkreises kein Auto mehr leisten können,

fragt Ihr Tino Bellmann

Kommentar (anonym): Es ist schon interessant, was man in Mittelsachsen unter "Demokratie" versteht. Über die Kreisreform durfte der Bürger nicht abstimmen, aber er darf hinterher sein KFZ-Kennzeichen wählen. Absurd !

Informationen zu diesem Artikel:

Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 27.03.2009
Aktuell: 21.02.2018
Seitenaufrufe: 4522
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