Holzhau
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"Eisheilige" schlagen in Holzhau gnadenlos zu - Kälteste "Lostage" seit 2007

Die "Eisheiligen" haben im Mai 2020 mit aller Wucht zugeschlagen. Es begann mit einem gewaltigen Temperatursturz. Am 8., 9. und 10. Mai wurden noch Spitzentemperaturen zwischen 22 und 24 °C gemessen. Am Sonntag Nachmittag (10.5.) begann es leicht zu regnen. In den Abendstunden ging der leichte Regen für kurze Zeit in einen heftigen Schauer über.

Der Montag, 11. Mai, war das erste "Eisheilige" namens "St. Mamertus". Er begann mit Nieselregen und Nebel. In den Morgenstunden lag die Sicht für kurze Zeit unter 100 Meter. Am späten Nachmittag ging der Regen in Schneeregen und danach in dichten Schneefall über. Die niedrigste Temperatur lag bei -0,10 °C, die Tageshöchsttemperatur erreichte nur 11.6 °C. Am Abend gab es mehrere Donnerschläge. Die Gesamtniederschlagsmenge (flüssig) betrug 7.25 Liter/m².

Der Dienstag, "St. Pankratius", begann mit -2,6 °C, nahezu geschlossener  Schneedecke und einer ungefähren Schneehöhe von 2-4 Zentimeter (Ortsmitte, 630m üNN). Der Schnee war komplett durchgefroren und sehr schwer. Gewächshausdächer aus einfachen Stegplatten wurden durchgedrückt. Blumen, Stauden, Bäume und Sträucher bogen sich unter der Schneelast oder brachen zusammen. Das sehr schön blühende Beerenobst wird man in diesem Jahr (wieder) als Totalverlust betrachten können. Am Dienstag Vormittag setzte gegen 10 Uhr starkes Tauwetter ein. Der Schnee wurde kurz vor dem Schmelzen noch einmal richtig schwer und brach blühende Blumen und dünnere Äste mit Blättern ab. Am späten Nachmittag erreichte das Thermometer gerade mal 9.1 °C. "St. Pankratius" war also tagsüber kälter als "St. Mamertus", obwohl es am Montag schneite und am Dienstag Nachmittag nicht. Der Schnee vom Montag war im Wesentlichen wieder verschwunden. Die Gesamt-Niederschlagssumme (Regen inkl. Schmelzwasser) betrug 6.74 Liter pro Quadratmeter. Gegen 20:30 Uhr sanken die Temperaturen erneut unter den Gefrierpunkt.

Am Mittwoch, den 13.5.2020, "St. Servatius", blieb das Thermometer bis 7 Uhr unter 0 Grad. In der Nacht vom Dienstag zum Mittwoch gab es eine reichlich zehnstündige Frostperiode. Bei  -3.1 °C erreichte sie kurz vor Mitternacht ihren Tiefstpunkt. Es fiel kein weiterer Niederschlag. Schon heute kann man beurteilen, dass es seit 2007 keine "Eisheiligen" mit derart niedrigen Temperaturen und so langen Frostperioden gab.

Bauernregeln zu den "Eisheiligen":

St. Bonifazius brachte am 14.5.2020 einen Tagestiefstwert von 0.9 °C und eine Höchsttemperatur von 14.1.°C.
 
Die "Kalte Sophie" (St. Sofia) schlug noch einmal richtig zu: -1.2 °C T(min) und 15.2 °C T(max ) wurden gemessen.
 
Auf der Webseite unserer Wetterstation (unten verlinkt) gibt es eine spezielle Seite mit Statistiken zu den "Eisheiligen". Aus ihr geht hervor, dass das Jahr 2020 von den kältesten "Eisheiligen" seit 2007 heimgesucht wurde. 2007 wurde die Wetterstation aufgestellt. Daher sind nur repräsentative Messwerte ab 24.2.2007 vorhanden.

Historische Vergleichswerte aus dem Monat Mai:

Quellen:

(Artikel wird aktualisiert, bis die "Eisheiligen" mit "St. Sophie" am 15.5.2020 durchgezogen sind)

Unsere Grafik zeigt den Temperaturverlauf vom 8. bis 11. Mai 2020. 


Weiterführende Links, Quellenangaben und Verweise zu anderen Artikeln:
» Schneefall in Holzhau am 15.5.2016
» Wetterstation Holzhau - Eisheilige seit dem Jahre 2007 (Grafiken, Messwerte, Minima, Maxima)
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