Heinz-Peter Haustein: Nach Besuch in Usti nad Labem "sehr zufrieden" | Druckversion

HOLZHAU

Am 9.3.2010 gab es in Usti nad Labem ein Treffen mit der Präsidentin des Regierungsbezirkes Usti nad Labem, Jana Vanhova, dem Mitglied des Deutschen Bundestages Heinz-Peter Haustein (FDP) und Michael Eilenberger von der Bürgerbewegung "Gegenwind".

In einem reichlich einstündigen Gespräch diskutierten die tschechischen und deutschen Politiker die Windpark-Problematik auf dem Erzgebirgskamm und die Vorhaben zur weiteren Verbesserung der Luft im Erzgebirge.

Michael Eilenberger legte die Standpunkte der Bürgerbewegung "Gegenwind"  dar und wies nochmals darauf hin, dass der Bau des Windparks bei Moldava in einem europäischen Vogelschutzgebiet geplant wurde.

Die freundliche Gastgeberin, Bezirkshauptfrau Vanhova, erklärte, dass sie kein Anhänger von Windkraftanlagen sei. Sie sei sehr oft im Gebirge unterwegs, an den Wochenenden auch privat. Sie wäre nicht glücklich, wenn sie das  Erzgebirge vom Keilberg aus sehe. Vanhova scheint begeisterte Naturliebhaberin zu sein, denn in ihrem Büro hingen mehrere Großfotos vom Prebischtor und ähnlichen Motiven.

Sie bat jedoch um Unterstützung aus dem Umweltministerium Berlin sowie um direkte Gespräche zwischen den deutschen und tschechischen Ministerien in Berlin und Prag. Nur jene könnten die Rahmenbedingungen für eine endgültige Lösung schaffen.  

Jana Vanhova präsentierte eine Landkarte ihres Regierungsbezirkes, auf welcher zukünftige Standorte für Windkraftanlagen eingezeichnet waren. Diese Darstellung wurde von den deutschen Gesprächsteilnehmern sowie den angereisten Medienvertretern sehr intensiv studiert und abgelichtet. 

Die deutschen Gäste hörten interessiert zu, als Jana Vanhova erklärte, es gäbe auch tschechische Bürger, welche sich durch Industrieabgase im böhmischen Becken belästigt fühlen. Seit es jedoch Betriebe gäbe, welche sich nicht mehr in tschechischem Besitz befänden, werde es sogar für die tschechische Bezirksregierung immer schwieriger, dort einzugreifen.

Heinz - Peter Haustein zeigte sich nach dem Besuch in Usti nad Labem "sehr zufrieden". Er sieht sein Treffen mit der Bezirkshauptfrau Jana Vanhova als Beginn einer fruchtbaren Zusammenarbeit. Unser Paranomia-Interview mit ihm wurde direkt nach dem Besuch bei Frau Vanhova in Usti n.L. aufgenommen und ist mit dem unten stehenden Link direkt zu erreichen.

Beachten Sie bitte die zusätzliche Berichterstattung in der "Freien Presse" und der "Sächsischen Zeitung".

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