Gemeinderat beschließt den Abriß des "Bienenmühler Unfallhauses" | Druckversion

HOLZHAU

Der Rechenberger Gemeinderat hat am 13.3.2012 einstimmig beschlossen, das "Bienenmühler Unfallhaus" abreißen zu lassen. Die Firma Becker Umweltdienste  wurde mit dem Abriss und der fachgerechten Entsorgung des Bauschuttes beauftragt. Das Vorhaben wird mit ausreichend Förderung bezuschußt. Der von unserer Gemeinde zu erbringende Eigenanteil ist relativ gering.

Danach wird der Schandfleck am Ortseingang verschwunden sein. Bürgermeister Sandig zeigte sich sehr optimistisch. "In wenigen Wochen ist das Haus weg." Am Standort des Hauses soll danach erst einmal Mutterboden angefüllt werden. 

Hintergrund: Bei der Fahrt von Nassau nach Bienenmühle versagten bei einem LKW die Bremsen. Auf der langen, abschüssigen Geraden kam der Laster vor dem Ortseingang noch einmal richtig in Fahrt und schaffte dann die erste steile Kurve im Ort nicht mehr. Der LKW durchschlug die Hausmauer und blieb - überspitzt gesagt - vor einem Kinderbett stehen.

Das Gebäude wurde leergezogen und notdürftig gesichert. Zehn Jahre lang geschah nichts. Die Gemeinde kaufte die Immobilie nun zum symbolischen Preis an und wird den unerfreulichen Anblick bis Ende April beseitigen lassen.

In diesem Zusammenhang diskutierte der Gemeinderat auch über die anderen "Schrottimmobilien" in unserem Ort.  Bürgermeister Sandig erklärte, er sei stark an dem Thema interessiert und auch sehr aktiv. Die Liste der unansehnlichen Gebäude wachse trotzdem. Er begrüßte, dass der Bahnhof in Bienenmühle über kurz oder lang saniert werden soll.

Sandig freut sich auch darüber, dass der neue Besitzer des ehemaligen "Schulungs- und Erholungsobjektes der Akademie der Wissenschaften der DDR", später auch als "Waldhotel Sachsenstern" bekannt, seine vor etwa einem Jahr erworbene Immobilie erstmals besuchen kommen will. Der Bürgermeister hofft, dass es danach eine Stellungnahme geben wird, was der Eigentümer mit diesem Kauf beabsichtigt hat und was aus dem riesigen Hotelgelände werden soll.

Mit den Worten "Wenn die Besitzer der Immobilien nicht mitspielen oder gar jegliche Zusammenarbeit mit der Gemeinde ablehnen, können wir nichts tun" schloß Sandig die Diskussion zu diesem Thema ab.

 


 

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