Wer hat es erfunden? - 300 Jahre Nachhaltigkeit kommen aus Freiberg | Druckversion

HOLZHAU

Hans Carl von Carlowitz (1645-1714), sächsischer Oberberghauptmann und Forstwirtschaftler wird derzeit bundesweit als "Erfinder " des Begriffes der Nachhaltigkeit geehrt. Von diesem "großen Mann", welcher Geschichte geschrieben hat, existiert allerdings nur ein einziges farbiges, gemaltes Porträt. Dieses wird jetzt im Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg ausgestellt. Es hängt sozusagen unmittelbar neben seiner ehemaligen Wirkungsstätte, dem Oberbergamt Freiberg.

Das mit 130 x110 cm großformatige Bild wurde von Georg Balthasar von Sand nach dem Tod von Carlowitz gemalt.

Der bedeutende sächsische Bergbeamte wird mit dem Nachhaltigkeitsgedanken in Verbindung gebracht. Die TU Bergakademie Freiberg lädt im Jahr der Nachhaltigkeit zu zahlreichen Veranstaltungen rund um von Carlowitz ein.

Er schrieb mit der „Sylvicultura oeconomica, oder Haußwirthliche Nachricht und Naturmäßige Anweisung zur Wilden Baum-Zucht“ (1713) das erste geschlossene Werk über die Forstwirtschaft und gilt als wesentlicher Vertreter des forstlichen Nachhaltigkeitsprinzips.

Von Carlowitz formulierte den Gedanken, respektvoll und „pfleglich“ mit der Natur und ihren Rohstoffen umzugehen, und kritisierte den auf kurzfristigen Gewinn ausgelegten Raubbau der Wälder.

In diesem Zusammenhang benutzt er das Wort „nachhaltend“ in seinem 432-seitigen Buch.

Das Museum hat von Dienstag bis Sonntag 10 - 17 Uhr geöffnet.


Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg
Am Dom 1
09599 Freiberg

 


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