Beitrag des Kanal9 Erzgebirge über das geplante Flüchtlingsheim im Hotel "Nassauer Hof" in Nassau | Druckversion

HOLZHAU

Völlig überraschend wurde bekannt, dass das Hotel "Nassauer Hof" im benachbarten Nassau (Seit 1994 Stadtteil von Frauenstein) zu einem Flüchtlingsheim umgenutzt werden soll. Die Gerüchte über einen bevorstehenden Verkauf des Objektes an die Campanet GmbH, welche schon andere Asylunterkünfte gewerbsmäßig betreibt, bestätigten sich sehr schnell. Die Presse berichtete recht kritisch von diesen Vorgang.

Die Einwohner von Nassau blicken mit Sorge auf die Ereignisse in ihrem Ort. Daß man Flüchtlinge in einer strukturschwachen Gegend ohne nennenswerte Einkaufsmöglichkeiten, mit fehlenden kulturellen Angeboten, ohne Freizeitmöglichkeiten und mit geringer Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr in einem Hotel unterbringen will, können sie sich nicht vorstellen. Erst recht, wenn man als Einheimischer weiß, wie abgeschnitten man im Winter -bei Schneetreiben und gesperrten Straßen- im oberen Teil von Nassau gelegentlich leben muß. Weiterhin haben sie Angst um ihre Sicherheit und fürchten sich vor negativen Auswirkungen auf den Tourismus in ihrem Ort.

Im August 2015 fand im Hotel "Nassauer Hof" eine Einwohnerversammlung statt, bei welcher aber nur Einwohner mit gültigem Personalausweis und Wohnsitz in Nassau Zutritt hatten. Rund 350 Bürger nahmen die Gelegenheit wahr, an der Versammlung teilzunehmen. Vor dem Hotel versammelten sich zeitweise so viele Bürger aus den umliegenden Orten, daß die Polizei die angrenzende Bundesstraße sperren mußte. 

Auch aus Holzhau nahmen Bürger, darunter Unternehmer und Hoteliers, an der Veranstaltung teil. Sie kritisierten, daß viele Aussagen zum geplanten Flüchtlingsheim und seinen Auswirkungen unglaubwürdig und ohne konkrete Fakten gewesen seien.

Kanal9 Erzgebirge hatte bei der Veranstaltung die Gelegenheit, Videomaterial für einen einen knapp 20 Minuten langen TV-Beitrag zu produzieren. Im Gegensatz zur Berichterstattung in der regionalen und überregionalen Presse entspricht dieser Film den Geschehnissen und Meinungen und ist als "nahezu objektiv" zu betrachten. Die Presse hatte ja schon große Probleme, die Zahl der Veranstaltungsteilnehmer einigermaßen realistisch wiederzugeben und machte sich damit bei den Einwohnern wiederholt unglaubwürdig.

Den Link zum Video finden Sie am unteren Ende des Artikels. Da der Beitrag im Sendegebiet Holzhau / Rechenberg-Bienenmühle / Nassau aufgrund von technischen Problemen nur stark ruckend, teilweise ohne Ton und mit minutenlangen Standbildern angeschaut werden konnte, ist der Link sicher auch für die TV-Zuschauer noch einmal interessant.

 


 

 

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