Amtsblatt-Sonderdruck: Position des Gemeinderates zum Thema Asylsuchende | Druckversion

HOLZHAU

Die Gemeindeverwaltung Rechenberg-Bienenmühle hat am 1.9.2015 einen Amtsblatt-Sonderdruck veröffentlicht. Unter dem Titel "Position des Gemeinderates der Gemeinde Rechenberg-Bienenmühle zur Thematik Asylsuchende" wurde bekannt gegeben, was der Gemeinderat wenige Tage zuvor einstimmig beschlossen hatte. In dem Sonderdruck heißt es:

Die Gemeinde Rechenberg-Bienenmühle -Teil des ländlichen Raumes des Osterzgebirges- stellt sich aktiv dem Thema Asylsuchende. 

Bei uns sind Menschen, die Asyl suchen und bereit sind, in unserem ländlichen Raum dezentrale Integration zu erleben, herzlich willkommen. 

Was wir von den zuständigen Behörden und den Asylsuchenden erwarten, stellen wir im folgenden Positionspapier - aufgestellt vom Gemeinderat der Gemeinde Rechenberg-Bienenmühle- dar.

Position des Gemeinderates der Gemeinde Rechenberg-Bienenmühle zur Thematik Asylsuchende:

1. Die Quote der aufzunehmenden Flüchtlinge richtet sich nach den Einwohnerzahlen und beträgt, im Augenblick bei erwarteten 800000 Flüchtlingen bei gleichmäßiger Verteilung, maximal 1 Prozent - bezogen auf Einwohner pro Ortsteil. 

2. Die Flüchtlinge werden nach den ethnischen und religiösen Gruppen getrennt untergebracht. 

3. Eine Aufnahme von Familien wird bevorzugt. 

4. Aufnahme und Integration von Flüchtlingen mit anerkanntem Asylstatus, damit Integrationsbemühungen sinnvoll sind. 

5. Angestrebt wird nur die dezentrale Unterbringung. 

6. Eine Begleitung der Unterbringung, z.B. durch Dolmetscher, Sozialarbeiter und soziale Hilfseinrichtungen muß gewährleistet sein. 

7. Die Polizeibehörden sichern eine aktive Unterstützung zu. 

8. Die Einwohner, die bereit sind in ihren Immobilien Flüchtlinge dezentral unterzubringen, werden angemessen unterstützt. Massenunterkünfte sind nicht erwünscht!

9. Die touristische Infrastruktur unserer Gemeinde, welche für viele Einwohner die Lebensgrundlage bildet, darf durch die Anzahl der unterzubringenden Flüchtlinge nicht beeinträchtigt werden. 

10. Zweifelhafte Immobiliengeschäfte von privaten Unternehmern und Behörden im Hinblick auf die massenhafte Unterbringung von Flüchtlingen werden nicht toleriert und unterstützt. 

11. Möglichkeiten für die gemeindewohlorientierte Beschäftigung der Asylsuchenden sollen eingeräumt werden. 

Rechenberg-Bienenmühle, 24.8.2015

Unterzeichnet von Michael Funke (Bürgermeister)

(Auf Holzhau.de veröffentlicht nach Paragraph 4 des Sächsischen Pressegesetzes)

 


 

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