Was ist Holzhau? Eine kurze Ortsvorstellung und historisches Hintergrundwissen | Druckversion

HOLZHAU

Holzhau ist eine im Jahre 1534 angelegte Holzfällersiedlung im Quellgebiet der Freiberger Mulde. Holzhau ist der erste deutsche Ort an der deutsch-tschechischen Grenze im Oberen Freiberger Muldental. Holzhau wurde in der Geschichte mehrfach als "Holtzhawe" oder "Obermulda" bezeichnet.

Holzhau ist seit 1994 -größtenteils gegen den Willen der Einwohner und gemeinsam mit dem ca. 10 Kilometer entfernten Clausnitz- in die "Groß"gemeinde Rechenberg-Bienenmühle eingemeindet worden. 

Holzhau ist im Jahr 1896 an das Schienennetz der Königlich-Sächsischen Eisenbahn angeschlossen worden. Die Bahnverbindung Nossen - Freiberg - Holzhau- Moldava - Dubi - Most wurde nach dem zweiten Weltkrieg zwischen Moldava und Rehefeld. Ab 1971 wurde dann auch der Streckenabschnitt Holzhau - Rehefeld stillgelegt. Holzhau ist seitdem Endstation der Bahnstrecke Freiberg Holzhau. Die Schienen wurden demontiert. Nach 1990 wurden einige Grundstücke an Privatpersonen verkauft. Der Landkreis Mittelsachsen erwarb später Teilstücke des alten Bahndammes, um ein Naturschutzgebiet zu errichten.

Die Gemeinde Holzhau investierte seit Jahrzehnten in den Ausbau des Tourismus. Nach 1990 wurde mit Rekordsummen ein neuer Skilift errichtet und ein Pistenbully angeschafft. Die erhofften Erlöse aus dem Wintersportgeschäft sollten dem weiteren Infrastrukturausbau im Ort dienen. Nach der Gemeindefusion mit Rechenberg-Bienenmühle und Clausnitz konnte die neu gewählte Gemeindeführung mit diesen Investitionen nichts anfangen und beschloss, den Skilift nicht als Kommune zu betreiben.

Der Skilift in Holzhau wurde an einen privaten Unternehmer verpachtet. Dabei wurde die Grundstücksfrage einschließlich der Nutzung von privaten Nachbargrundstücken nicht geklärt. Der Pachtvertrag des Skiliftes wurde trotz beharrlicher Nachfrage selbst vor dem Gemeinderat geheim gehalten. Jahre später wurde dann ein neuer Pachtvertrag abgeschlossen.

 

 

 

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