Virenverseuchte Emails aus dem Fremdenverkehrsamt Holzhau sorgen für Verwirrung | Druckversion

HOLZHAU

Am Dienstag, den 13.11.2018, erreichten uns aus der Region mehrere entsetzte Anfragen. Emails mit dem Betreff "Auftragsbestätigung und Rechnung vom 12.11.2018", die angeblich vom Absender "Fremdenverkehrsamt Holzhau" stammen, fielen bei der Virenprüfung reihenweise durch und sorgten bei den Empfängern für große Verunsicherung.

Dazu ist nach einer kurzen Recherche folgendes zu sagen: Es ist offensichtlich, dass unser kommunales Fremdenverkehrsamt (Mit Sitz in Rechenberg) nicht der Absender der Nachrichten ist. Die Emails sind eine Fälschung. Bitte löschen Sie diese Nachrichten sofort und öffnen Sie den Anhang keinesfalls.

Aufgrund des internen Aufbaus der Nachrichten kann ausgeschlossen werden, dass die Mails von einem verseuchten PC im Rathaus versendet wurden. 

Der Absender "info (at) fva-holzhau.de" ist nur einer von vielen gefälschten Absenderadressen. Uns liegen wesentlich mehr Emails mit anderen (uns unbekannten) Absendern vor.

Des weiteren erkennt man im Kopf der Mail,

Von: FVB Re-Bie info[at]fva-holzhau.de direccion[at]termoblock.mx
Datum: Mon, 12 Nov 2018 08:32:35 -0300
Betreff: Auftragsbestätigung und Rechnung vom 12/11/2018

dass die Absenderadresse lediglich als Name eingetragen wurde und als tatsächlicher Absender möglicherweise eine andere Domain (thermoblock.mx) verwendet wird.

Auch die Zeitangabe "8 Uhr 32" in einer 3 Stunden zurückliegenden Zeitzone (-0300) offenbart, dass die Email um 5:32 Uhr Ortszeit verschickt wurde. Zu dieser Zeit ist das FVA nicht besetzt. Doch selbst diese Angaben werden mittlerweile gefälscht, um die Herkunft der Mail zu verschleiern.

Derartige Spam-Mails werden nicht per Hand verschickt, sondern automatisiert und ausschließlich mit selbst entwickelter (illegaler) Software versendet. Dabei bewegt sich die Zahl der versendeten Mails oft im Rahmen von Millionen pro Stunde.

Aufgrund des regionalen Bezugs fallen derartige Emails natürlich ganz besonders auf. In der Gesamtschau und global betrachtet, fallen Spam-Mails im Internet eher unter den Begriff "Netzrauschen". Sie sind weiter nichts als eine kleine Störung im Gesamtgetriebe eines weltweiten Netzwerkes.

Kurz gesagt: Email sehen, löschen, nicht länger darüber nachdenken und weiterarbeiten.

Aktualisierung: Es wurden auch schon Emails mit dem Absender "Fremdenverkehrsamt Altenberg" gesehen. Die Holzhau.de - Redaktion bekommt übrigens seit längerer Zeit "Rechnungen" vom Mittelsächsischen Theater. 

 


 

 

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