Freiberger Eisenbahngesellschaft fährt bis zum Juni 2024 auf der Strecke Freiberg - Holzhau | Druckversion

HOLZHAU

Das europäische Internetportal E-Certis dient Unternehmen dazu, sich am Vergabeverfahren der Europäischen Union zu beteiligen. Hier werden öffentliche Aufträge -ab einer gewissen Auftragssumme- europaweit ausgeschrieben. Bleiben die Auftragswerte unterhalb bestimmter Kriterien, sind keine Vergleichsangebote von anderen Unternehmen aus dem europäischen Wirtschaftsraum nötig. Es gilt dann jeweils das nationale Recht des betroffenen Landes.

Im Fall der Bahnstrecke Freiberg-Holzhau wurde der Freiberger Eisenbahngesellschaft FEG am 21.12.2018 per Direktvergabe der Auftrag erteilt, den Bahnverkehr bis zum Sommer 2024 weiterzuführen. Im unten verlinkten Dokument ist niedergeschrieben, dass der Auftrag am 15.12.2019 beginnt und für 54 Monate gilt.

Der Vertrag konnte vom Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) per Direktvergabe verlängert werden, weil die zu erbringende Jahres-Verkehrsleistung auf der "Kursbuchstrecke 514" unter dem Schwellenwert von 300 000 km bleiben wird, berichtet das Journal "Lok-Report". (Unten verlinkt)

Auch im E-Certis findet man diesen Hinweis.

Das bedeutet im Umkehrschluss: Würden die Züge zwischen Freiberg und Holzhau häufiger fahren, beispielsweise in den Ferien, am Wochenende oder spät abends, müsste der Auftrag zur Bedienung der Bahnstrecke europaweit ausgeschrieben werden. Der Zuschlag ginge dann möglicherweise an den günstigsten Anbieter, was sich eventuell bei Qualität, Betriebssicherheit und Service niederschlagen würde.

Für die Einwohner des Freiberger Muldentals ist die Vertragsverlängerung zum Erhalt der Bahnstrecke Freiberg - Holzhau - Freiberg eine sehr positive Nachricht, weil sie Planungssicherheit schafft. 

 


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